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Messages - Michi

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Für TV-Anfänger und Jungtransen / Re: Ich weiß nicht mehr weiter, Bitte um Rat
 Hallo Lilly,

herzlich willkommen im Forum! Um in deiner akuten Situation zu helfen, kann ich mich nur den Vorschreiberinnen anschließen, dass es dafür professionelle Hilfe braucht. Alles andere wäre gefährlich, also scheue dich bitte nicht.

Jetzt aber zum Thema Transsexualität. Die hier momentan noch Aktiven sind (leider nur) Transfrauen, und noch dazu deutlich nach der "Transition", also schon lange in der neuen sozialen Rolle angekommen. Das Forum hat sozusagen eine Schlagseite. Was du in deinem Eingangsbeitrag geschrieben hast, wirkt auf mich überhaupt nicht transsexuell. Es kann natürlich auch TS sein, aber es kann auch alles mögliche andere sein. Bitte halte dich offen für das weite Spektrum von LGBT, denn es könnte bei dir zum Beispiel auch sexuell motiviert sein. Leider nicht mehr hier im Forum, aber es gibt eine aktive Szene von Männern, die es erregend finden, in Frauenkleidung zum Beispiel Rollenspiele zu machen. Und mal ehrlich: Deiner Frau eine sexualle Spielart zu offenbaren, einen Fetisch, gefährdet deine Beziehung vermutlich weniger als die Auskunft du seist eine Frau. Solange der Schwerpunkt auf sexueller Erregung liegt, wäre ich sehr vorsichtig in Richtung Transfrau zu denken. Denn als Frau zu leben bedeutet eben schwerpunktmäßig kein sexuelles Abenteuer, sondern eine große soziale Umstellung im täglichen Alltagsleben.

Liebe Grüße,
Michi



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Politik & Weltgeschehen / Re: Trump-Regierung will Transsexualität leugnen
Nein, für die USA brauchst du deinen Reisepass (mit F Eintrag nehme ich an). Ob du dann als Touristin Probleme bekommst, hängt - falls du optisch oder akustisch auffällst - davon ab, wie die Gesellschaft dort tickt. Niemand verlangt von Touristen Geburtsurkunden.
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Trannies & Medien / Re: Trans Personen müssen sich endlich nicht mehr vor dem Staat rechtfertigen
Einige Verbände versuchen derzeit unterschiedliche Lösungen. Dass da ein Problem ist, geht wohl sicherlich über eine (mir unbekannte) Trans Liga hinaus, und es gibt/gab auch mehr als eine Trans* (oder Inter*) im Profisport. Manche Verbände machen es derzeit an Hormonwerten fest, andere am Alter, der DFB setzt zumindest für den Freizeitsport auf eigene Entscheidung der Spieler_innen...
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.trans-athleten-im-sport-sportverbaende-ringen-um-loesung.76820b1c-ad05-4567-828d-b2934b3e2ef2.html

Der große mediale Aufriss wird meiner Vermutung nach von rechtskonservativen Kreisen geschürt, zumal - wie Alexa schon im Beitrag vor diesem schrieb, wohl die meisten "von uns" eh keinen Profi-Sport machen. Auf mich wirkt es ein wenig wie das Theater um amerikanische Toiletten vor einigen Jahren.
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Trannies & Medien / Re: Trans Personen müssen sich endlich nicht mehr vor dem Staat rechtfertigen
Im Profisport scheint es für Trans* und Inter* zu einem Rollback zu kommen. In letzter Zeit häuften sich Siege in manchen Sportarten bei amerikanischen College-Mannschaften, was die Annahme in Frage stellt, nach zwei Jahren Hormontherapie gäbe es keine Vorteile mehr wegen z.B. größeren Organen und Knochenbau. Aber mal ehrlich? Wer 1,50m groß ist, kann kein Jagdflieger-Pilot werden, und wer zig Füllungen in den Zähnen hat, darf keine Astronautin werden. Persönlich sehe ich da keine Menschenrechtsverletzung, wenn Trans* und Inter* vom Profisport wegen körperlicher Merkmale ausgeschlossen werden - das trifft auf viele körperliche Berufe schon bei viel häufigeren Merkmalen zu.

Dass im Breitensprot sich ganze Fusballmanschaften "ummelden" kann wohl niemand ernsthaft glauben. Zu groß wären die sozialen Auswirkungen auf das normale Leben, als dass jemand das nur so zum Spaß mal macht. Aus dem gleichen Grund  halte ich die Behauptung mit den Schutzräumen für  vorgeschoben von bestimmten rechtskonservativen Kreisen. Schließlich werden auch Frauen aus Frauenhäusern hinaus geworfen, wenn sie sich nicht angemessen benehmen.

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Neu & Unbekannt / Re: Ich bin dann mal wieder da
... weil ich panische Angst habe …
Das kann ich gut verstehen, ging mir genauso. Ein Wechsel birgt soziale Risiken, da braucht man sich nichts vormachen. Vielleicht ist es ein guter Weg, in kleinen Schritten voran zu gehen und immer wieder auf dich selbst zu hören, wirklich in dein Innerstes hinein horchen. Ist das jetzt gut? Schreie ich nach einem weiteren Schritt? Bin ich dafür bereit und habe ich meine sozialen Kontakte bisher mitgenommen? Ein wenig Schwund ist immer, manche (glücklicherweise wenige) können den Weg nicht mitgehen, und am Ende soll es ja besser werden als vorher.  :D
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Neu & Unbekannt / Re: Ich bin dann mal wieder da
Willkommen zurück, Lisa Marie!

Manchmal funktioniert die Verdrängung recht lange, ich war über 40. Immerhin gibt es jetzt viel mehr Optionen einer Transition als noch vor 20 Jahren und die Gesellschaft ist offener geworden. :)
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Trannies & Medien / Re: Die Donnerin
Es ist echt schade, schließlich hatte sie mit ihrem Gerichtsprozess großes für die Trans*-Community geleistet. Aber als sie hier im Forum eine thermonukleare Bombe unter dem World Trade Center postulierte, begann es "anstrengend" zu werden...

Liebe Grüße, Michi
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Rat & Tat / Re: Wo bekomme ich Erfahrungswerte von Op Arzt? (Fadenrekonstruktion)
Bei mir ist es genauso, habe auch gleich einen normalen Vibrator aus dem einschlägigen deutschen Shop genommen, ca. 3 cm Durchmesser. Mit Penissen habe ich keine Erfahrung, für das Toy nehme ich Gleitgel. Wenn ich mit den Fingern rein gehe, oder die Frauenärztin mit dem Instrument, fühlt es sich feucht an und geht ohne Gleitgel.
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Rat & Tat / Re: Wo bekomme ich Erfahrungswerte von Op Arzt? (Fadenrekonstruktion)
Hallo Kerstin,

da hast du doch dem Anschein nach eine kompetente Chirurgin erwischt, die ihr Vorgehen auch plausibel erklären kann. Und sie ist auch kritisch, bewirbt nicht die teurere kombinierte Methode als das Non-Plus-Ultra, sondern relativiert entsprechend.

Befeuchtet die Harnröhre eigentlich nur bei Erregung, oder sorgt die für eine gleichbleibende Feuchte?

Die Anteile der Harnröhre, die in die Vagina integriert werden, sind unabhängig von einer Erregung feucht. Bei Erregung kommt zusätzliches Sekret aus der Harnröhre und verteilt sich im vorderen Teil der Vagina und Vulva, aber das ist unabhängig von der OP-Methode. (Es ist das Sekret, was früher die Samen transportiert hatte.) Dieses Sekret im vorderen Teil hilft nicht dabei, Toys oder einen Penis einzuführen. Ob es Fälle gibt, wo die Feuchte der kombinierten Methode ausreicht um etwas einzuführen, weiß ich nicht (habe ja die klassische Variante). Linde schreibt nein und kennt vermutlich mehr Leute mit Neovagina als ich.

Von meiner Endo bekomme ich auf einmal doch kein Spiroacton (oder wie das geschrieben wird). Sie begründet das, damit, das es nur eine Zulassung als Blutdrucksenker hat. Ich könnte kotzen! Jetzt nehm ich wieder Androcur.

Du könntest versuchen, über eine Spezialambulanz (meistens in Unikliniken) eine Therapie eingestellt zu bekommen, die moderne Medikamente als Ersatz für Androcur anwendet. Wenn das erst mal von Fachleuten so festgelegt, mit Rezepten und Diagnosen belegt ist, wird so eine Therapie oft auch von den örtlichen FrauenärztInnen übernommen. Es gibt da Möglichkeiten, weder Androcur noch Spironolacton zu nehmen. Die Alternativen stammen aus der Krebstherapie, sind ziemlich teuer und natürlich für TS-Belange Off-Label. Ich hatte damals verzichtet und das Androcur nach ca. 6 Monaten ersatzlos ausgeschlichen. Aber wenn das bei dir offensichtlich nicht geht, wäre so ein Ersatz eine Alternative bis zur OP. Danach hat sich das mangels Hoden eh erledigt.

Liebe Grüße,
Michi
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Rat & Tat / Re: Wo bekomme ich Erfahrungswerte von Op Arzt? (Fadenrekonstruktion)
Hallo Kerstin,

ich kann natürlich nur meine Wahl in der Vergangenheit (Op-Termin war 2010) begründen, denn was später kam kenne ich nur hier aus diesem Forum. Damals © gab es die "penile Inversion", wo die Penishaut verwendet wurde. Die Harnröhre wurde gekürzt und in der Neovagina am passenden Ort angenäht. An der Stelle gab es bei mir eine Komplikation, dass die Narbe zu dick wurde und den Harnfluss erschwerte. Deshalb musste der Termin für die Nach-OP vorverlegt werden. Die Eichel wurde bei der bei mir gewählten Methode als Klitoris weiter verwendet. Bezüglich Erregbarkeit sowohl über die Neo-Klitoris als auch über die Neo-Vagina kann ich mich nicht beschweren. Etwas einführen (bei mir mangels Ehemann den Vibrator) geht allerdings nur mit Gleitgel, was für viele Cis-Frauen in meinem Alter aber ebenso gilt.

Sonstige Op-Risiken halten sich bei dieser Methode sehr in Grenzen, weshalb ich sie gewählt hatte. Eigentlich gibt es nur die allgemeinen OP-Risiken wie Wundinfektion, Narkose usw., spezifisch nur eine Art Muskelkrampf wegen der mehrstündigen Spreizlage und natürlich die Gefahr, dass beim "Bohren" der Darm perforiert wird.

Zu meiner Zeit gab es ganz neu die Methode von Dr. Schaff, dessen Wartezeit mir nicht behagte. So den großen Vorteil sah ich persönlich nicht darin. Es sollte etwas feuchter im Ergebis sein. Und natürlich Dr. Suporn in Thailand. Seine Methode erfordert exzessives Bougieren und sorry, die Umstände um die OP herum fand ich doch recht abenteuerlich - mit einem Krankenhaus im deutschen Sinn, wo bei unerwarteten Komplikationen irgendwo im Herz-Kreislauf-System alle Fachleute vor Ort sind, hatte seine Privatklinik dann doch wenig gemein.

Liebe Grüße,
Michi
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Rat & Tat / Re: § 45b PStG statt TSG: VÄ/PÄ ohne Gerichtsverfahren und Gutachten!!!
"Ich hoffe, dass wir das Gesetz bis zum Ende des Jahres abgeschafft haben. Bis zum Sommer wollen das Bundesjustizministerium und das Bundesfamilienministerium Eckpunkte vorlegen."
Quelle: Sven Lehmann, der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, in einem FAZ-Interview.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/queer-beauftragter-der-bundesregierung-transsexualitaet-ist-kein-trend-17900865.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
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Rat & Tat / Re: wie viele sind wir eigentlich?
Abgesehen davon, dass ich natürlich selbstverständlich viel fachkompetenter gewesen wäre, hat Frau Mertens endlich mal belastbare Zahlen außerhalb von Fachmagazinen veröffentlicht. Als Nebeneffekt konnte ich unter anderem erfahren, dass es jetzt auch in Deutschland eine brauchbare Behandlungsleitlinie gibt (S3 in den Quellennachweisen), die wiederum in einem Anhang auch Aussagen über Erfolgsquoten aktuell gängiger GaOP Methoden enthält und neue Fragen aufwirft. Ein Daten-Update konnte nach 12 Jahren wirklich nicht schaden. Insofern danke Bettina für den Link!

(Den Langtext zum Thema Suchtberatung habe ich zugegebenermaßen nur überflogen.)