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Topic: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen (Read 33989 times) previous topic - next topic

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #75
Frauen nehmen "Frauen" anders wahr als Männer. Ich habe niemals andere Erfahrung diesbezüglich gesammelt. Ihr etwa?

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #76

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #77
Hallo Sabine,

wir reden wohl wirklich aneinander vorbei.  :)

Na klar. Wenn EinIrgendJemand Sachen an hat wie eine Frau…wenn EinIrgendJemand Haut hat wie eine Frau….wenn EinIrgendJemand sich bewegt wie eine Frau…..wenn EinIrgendJemand redet wie eine Frau….wenn EinIrgendJemand Kinder gebärt wie eine Frau…na ja und so weiter…..dann ist er eine Frau, weil er auch genau so wahrgenommen wird. Ich weiß nicht, ob Du das beweisen wolltest.

Nur für 95% der Transen funktioniert das nicht. Und Kryolan + Perücke ändern daran nicht viel.

Und die Idee von Jula, da über die Nutzung unbewusster Wahrnehmungsmechanismen bewusst zu intervenieren (sprich auszutricksen) , ist in sich Mumpitz. Und ich meine schon, dass anschaulich gemacht zu haben.

Viele Grüße an Dich

J

 

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #78
Nun, wenn man weiss wie die Wahrnehmung funktioniert, so halte ich die Nutzung dieses Wissens durchaus nicht fuer Mumpitz. Z.B. werden Menschen ja angeblich attraktiver wahrgenommen, wenn sie gewisse Pheromone verstroemen. Woraufhin mit kuenstlichen Dufstoffen experimentiert wurde, die diesen Effekt nachahmen sollten.

Nicht immer handelt es sich doch um gesichertes Wissen - wie auch hier bzgl. Gesamt- und Puzzlewahrnehmung - und es gibt auch nicht immer einen Ansatzpunkt dies zu nutzen. Prinzipiell lassen sich aber unbewusste Reizveratbeitungsmechanismen genauso manipulieren, man muss ihnen nur den richtigen Input bieten.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #79

Nicht immer handelt es sich doch um gesichertes Wissen - wie auch hier bzgl. Gesamt- und Puzzlewahrnehmung - und es gibt auch nicht immer einen Ansatzpunkt dies zu nutzen. Prinzipiell lassen sich aber unbewusste Reizveratbeitungsmechanismen genauso manipulieren, man muss ihnen nur den richtigen Input bieten.

Dem schließe ich mich komplett an.
Wahrnehmung ist kein digitales System, sondern es gibt Schattierungen, Interpretationen usw. Es geht nicht um ein Entweder/oder oder um Manipulation, sondern darum die eigene Situation durch richtiges Handeln zu verbessern. Und je besser man Bescheid weiß, um so erfolgreicher kann man sich verhalten.

Und die Idee von Jula, da über die Nutzung unbewusster Wahrnehmungsmechanismen bewusst zu intervenieren (sprich auszutricksen) , ist in sich Mumpitz. Und ich meine schon, dass anschaulich gemacht zu haben.

Hast du nicht. So richtig deine Zitate sind, so verquer ist deine Interpretation.
Es wirkt für mich so, also würdest du intellektuell voll auf der Bremse stehen, weil wir, wie mehrfach erwähnt, wirklich über Sachen reden, die eigentlich selbstverständlich sind. Aber ich gebe an dieser Stelle auf. Ich glaube, die Blockade, die ich bei dir festzustellen meine, hat auch weniger damit zu tun, was ich gesagt habe, sondern mehr damit, dass es von mir gesagt wurde und damit bei dir unter generellem "Mumpitzverdacht" steht und so interpretiert wird.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #80
verfluchte Nerds!  :)

Ich resultiere aus den Ausführungen, dass man sich nicht angreifbar machen sollte, weil Manipulation keine chance haben darf.

Manipulationen sind meistens dreckige Wäsche, für die es eine Quittung geben wird früher oder später. Seid wachsam!
Und wenn schon dann nutzt diese Fähigkeit nicht nur zum Eigenzweck, das bringt nichts. Zu sozialen Zwecken sind die erfolgreichen Maßnahmen astrein, also bitte weitermachen.;D

dauer-wäschetragene-und-lernene
dany




Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #81

,... dass es von mir gesagt wurde ......


nein, eigentlich nicht, ich habe nur auf das Thema bezug genommen.

Natürlich, wenn man liest......


Es wirkt für mich so, also würdest du intellektuell voll auf der Bremse stehen....


.....dann erscheint mir wieder dieses Bild, von der Jula, die meint, hier im Forum den Minderbemittelten mal freundlich von der intellektuellen Überholspur winken zu müssen. Aber was sollst...ich habe sicher auch gut ausgeteilt.

Für mich hat der Thread nur wieder gezeigt, dass die meisten Deiner Argumentationen (Buch, Webseite) nur Semantisches Schattenboxen sind.

Unbewusst ist unbewusst weil es nicht bewusst ist.

Wenn ich mir Unbewusstes bewusst mache, ist es nicht mehr unbewusst.

Ich kann zwar hoffen, der andere merkst nicht, aber da jedem die selben/ ähnlichen Informationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, habe ich maximal einen temporären Vorteil. Auf diesen Vorteil kann mann hoffen, aber als Transgenderkonzept halte ich es für fraglich.....zumindest muss ich permanent auf der Suche nach neuen "Tricks" sein. Ich weiß zwar nicht, was das helfen soll, beim freundlichen Gespräch mit dem Barkeeper, bei der Partnerwahl oder den allgemeinen Kontakt zu Menschen, zu denen ich etwas längeren Kontakt haben will. Aber wer weiß. Ist ja nicht meine Aufgabe, das zu bewerten.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #82

Unbewusst ist unbewusst weil es nicht bewusst ist.

Wenn ich mir Unbewusstes bewusst mache, ist es nicht mehr unbewusst.


Darum geht es doch gar nicht. Wenn ich weiß, wie mein Gegenüber unbewusst reagiert, kann ich das ausnutzen, indem ich die passenden Reize aussende.

Das ist im zwischenmenschlichen Umgang Gang und gebe: Frauen machen das, wenn sie Männer "um den Finger wickeln". Geschulte Verkäufer machen das. Psychoanalytiker machen das. Manchmal auch, z.B. in dem, was sie unter Transbezogener Therapie verstehen.

Aber auch ich habe schon seit einiger Zeit den Eindruck, dass es nicht mehr möglich ist, mit Dir zu diskutieren. Schade.


Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #83

Das ist im zwischenmenschlichen Umgang Gang und gebe:
a) Frauen machen das, wenn sie Männer "um den Finger wickeln".
b)Geschulte Verkäufer machen das.
c) Psychoanalytiker machen das. Manchmal auch, z.B. in dem, was sie unter Transbezogener Therapie verstehen.


...wenn Du doch nur nicht genau diese Beispiele nehmen würdest.

Wie sagte Paul Ekman (der große Lügenforscher der USA) sinngemäß (ich zitiere das jetzt aus dem Kopf) : "Die Lüge (Einflußnahme auf andere Menschen, in der Hoffnung, der andere merkt es nicht) funktioniert nicht deshalb, weil der Lügner so trickreich ist, sondern weil der Betrogene gern betrogen werden will. Wer will schon wirklich wissen, ob sein eigenes Kind Drogen nimmt, die eigene Frau fremd geht...und und und"

Klar lässt sich ein  x.beliebiger Hugo Müller gern vermeintlich unbewusst beeinflussen, wenn er

a) sowieso Sex haben wollte
b) schon lange das Handy wollte
c) in der Psychotherapie gesund werden will

Die Frage ist nur. Will Hugo Müller Transen sehen?

Gerade Dein Beispiel c) ist dafür selbst sprechend. jeder Psychotherapeut weiß, ohne die massive Motivation von dem Patienten  selbst  lässt sich unbewusst gar nichts bewegen.


Aber ich verdrehe vermutlich wieder die Fakten.





Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #84
Diskussion zwecklos.

Allerdigs habe ich am eigenen Leib erlebt, wie gerade Psychologen versuchten, mich zu manipulieren oder zumindest mir ihre eigenen Projektionen überzustülpen. Vollkommen losgelöst von meiner Motivation. Die war manchen sch*egal.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #85

Vollkommen losgelöst von meiner Motivation.


woher willst Du denn das wissen? Kennst Du Dein Inneres Seelenleben? Ich frage ja nur: Weil: Der größte Teil der eigenen  Motive sind einem ja nicht bewusst.  ;D

*Ich könnt' mich zerbeißen.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #86
Ich rege mancher eine Auszeit an und zwar etwa 1-2 Monate, in der Zeit wäre dann angesagt, sich kennenzulernen, Stress kurzfristig abbauen und vergessen, etwas Dope zu sich nehmen, Faulsein und trotz alledem gut Leben..

Ich garantiere Erkenntnisse, die den Alltag, und somit sich selbst , verändern werden.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #87

Ich kann zwar hoffen, der andere merkst nicht, aber da jedem die selben/ ähnlichen Informationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, habe ich maximal einen temporären Vorteil. Auf diesen Vorteil kann mann hoffen, aber als Transgenderkonzept halte ich es für fraglich.....zumindest muss ich permanent auf der Suche nach neuen "Tricks" sein. Ich weiß zwar nicht, was das helfen soll, beim freundlichen Gespräch mit dem Barkeeper, bei der Partnerwahl oder den allgemeinen Kontakt zu Menschen, zu denen ich etwas längeren Kontakt haben will. Aber wer weiß. Ist ja nicht meine Aufgabe, das zu bewerten.

Ein letzter Versuch:
Was du da schreibst geht am Thema vorbei, erklärt aber, warum du so verärgert bist.

Es geht nicht darum, jemanden über die Eigenschaft als Transgender zu täuschen. Das Ziel ist nicht, die Transeigenschaft mit irgendwelchen Tricks ( keine Ahnung, was du da imaginierst) zu verstecken.
Es geht um kompetente Selbstpräsentation in der gewählten sozialen Rolle. Die ist für Transgender deswegen anspruchsvoller, weil der Körper dazu in Widerspruch zu stehen scheint. Umso mehr ist es für uns hilfreich, die kommunikativen Signale, die wir beeinflussen können, möglichst gut zu nutzen.
Aber da du in diesem Thread bestreitest, dass bewusste Kommunikation Wahrnehmung beeinflussen kann, werde ich wohl wiederum meine Argumente gegen die Wand gezimmert haben.

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #88
@Jula...Danke für Deine (letzte) Antwort. Wir sollten es dabei belassen.

viele Grüße

J

Re: 'is ja n' Ding! Frauen werden als zusammengesetzte Objekte wahrgenommen

Reply #89
Eigentlich ist alles schon gesagt, vielleicht trotzdem als versöhnlichen Abschluß.
Visuelle Wahrnehmung funktioniert nicht photographisch, sondern Wahrnehmungen werden gefiltert und aufgrund angeborener und erlernter Muster und aufgrund von Wahrscheinlichkeiten im Gehirn eingeordnet und interpretiert.

Das unmögliche Dreieck, http://de.wikipedia.org/wiki/Penrose-Dreieck das uns in einer Zeichnung als nicht auflösbarer Körper erscheint ist als Skulptur darstellbar. Der springende Punkt ist, daß es sich bei dieser Skulptur aber um einen offenen Körper handelt, der sich nur aus einer einzigen Perspektive geschlossen zeigt. Ein solch extrem unwahrscheinlicher Fall findet sich in in der Natur und Alltagspraxis nicht und deshalb hat unser Gehirn nicht die Möglichkeit herausgebildet, sich vom Augenschein zu lösen und beharrt darauf einen geschlossenen Körper zu sehen, den es so nicht geben kann.

Im Alltag gibt es keine Menschen, die sowohl Mann als auch Frau sind. Entsprechend ist hier ebenfalls unser Gehirn ausgelegt. Senden wir daher ausreichend Singnale aus die auf eine Frau hindeuten und die männlichen überlagern, werden die entsprechenden Muster unseres Gegenüber bedient und wir werden als Frau eingeordnet. Für etwas dazwischen gibt es keine Muster.
Dabei ist unerheblich, ob unser Gegenüber davon weiß, ob er eine Normal- oder eine  T-Person vor sich hat, es sei denn, er sucht und holt bewußt sich den biologischen Mann hinter der Frau in seine Vorstellung. Dann sieht er auch den Mann, genauso wie er vorher die Frau sah. Das ist nach meiner Erfahrung aber nicht die Regel. Die Regel ist, daß ich ziemlich selbstverständlich wo immer ich auftrete als Frau adressiert werde. Vermutlich zu allererst weil es den Leuten schlicht egal ist und sie nach dem ersten Augenschein gehen und dieser läuft unbewußt.

Wenn ich von mir selbst ausgehe was meine eigene Wahrnehmung betrifft, kann ich sagen, daß ich selbst fast alle Transgender auch tatsächlich in ihrem Wunschgeschlecht sehe. Hier glaube ich spielen Sehgewohnheiten auch eine wichtige Rolle und auch das Bild und die Vorstellung von einem Menschen, die dann im weiteren Kennenlernprozeß in mir entstehen. Ich bin überzeugt, daß ich mich hier vom Durchschnitt nicht unterscheide.

Buchtip: Donald D. Hoffman, Visuelle Intelligenz, Wie die Welt im Kopf entsteht, dtv,