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Messages - Mia86

1
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"

Sind "wir", also das Kollektiv der Transsexuellen, nicht in eine argumentative Falle getappt, die uns Krankenkassen und bestimmte zumeist eher alte Psychiater aufgestellt haben? Ich meine das Postulat des letzten Auswegs, wenn alles andere versagt hat. Üblich ist eigentlich das Gegenteil: Möglichst frühzeitig eine brauchbare Diagnose stellen, einen nach menschlichem Ermessen individuell für die PatientIn guten Behandlungsweg finden, und dann zügig handeln. Eine Forderung, gerade bei einer GaOP so lange zu warten, bis das Leben in Trümmern liegt und nur noch die Brücke einen Ausweg verspricht, finde ich menschenverachtend.

Außerdem wird gerade durch das ganze Spektakel um die moralische, medizinische und sonstige Rechtfertigung herum diese spezielle OP dermaßen hoch stilisiert, dass möglicherweise einige PatientInnen nicht mehr rational entscheiden: Ich sehe eine große Gefahr, dass manche PatientInnen die GaOP zu DEM persönlichen Ziel machen, das ihr Leben in neue Bahnen bringen soll. Es werden teils extreme Anforderungen an das kosmetische Ergebnis gestellt, denn DAS Projekt des Lebens soll endlich mal ein Erfolgserlebnis werden. Schnell sind dann enttäuschte Erwartungen vorprogrammiert, wenn das Leben nach der OP weitergeht wie vor der OP.

Ich möchte die GaOP nicht klein reden, es ist ein mehrstündiger Eingriff mit großen Operationswunden, in der Nähe wichtiger Organe (Blase, Darm), mit den entsprechenden medizinischen Risiken. Aber der eigentlich entscheidende Schritt in der Außenwirkung ist der soziale Rollenwechsel. Dort gibt es meistens auch die größten Veränderungen in der Lebensgestaltung, in den sozialen Beziehungen. Die Entscheidung für oder gegen die GaOP hingegen ist eine zutiefst persönliche, denn es geht um das eigene Körperempfinden (und enttäuschte Bedürfnisse eines eventuellen Partners). Jede wertende Äußerung eines anderen kann da nur anmaßend sein.

Liebe Grüße,
Michi


Oh das unterschreib ich doch gleich zehn mal hintereinander. Das hast du super zusammengefasst, danke.

@Michelangela: Stimmt. Da hast du recht.

Es ist absurd das wir uns darüber streiten wer mehr oder weniger leidet, gelitten hat und ob das so akzeptabel ist oder nicht welche Maßnahmen jemand ergreift um sich besser zu fühlen. Die Arroganz zu sagen "ich glaube du hast die GaOP gemacht weil du zu willensschwach bist dich den gesellschaftlichen Normen entgegen zu stellen" ist genau so wie der Spruch "Du weist ja gar nicht was es bedeutet Frau zu sein, du hast ja die große OP nicht!" alle beide schon fast von Menschenverachtender Qualität. Intolerant, inakzeptabel, engstirnig, blind und dumm.
Am Ende des Tages geht es nur darum das jede und jeder den richtigen Weg für sich selbst findet, und das ist halt individuell.

Und dazu ist es noch unmöglich von außen zu beurteilen. Selbst die Menschen die dafür bezahlt werden,
Psychologen und Psychotherapeuten sagen das oft genug.

Von Außen bleibt einem nichts anderes übrig als hin zu nehmen was das gegenüber sagt was es fühlt.
Ausschliessen das es eine Geistige Beeinträchtigung gibt oder psychische Krankheit gibt die das erlebte verfälschen könnte,
und dann ergründen, klar bekommen und schlussendlich glauben was Patient oder Patientin sagt.

Anderen Menschen ihre Glaubwürdigkeit ab zu sprechen nur weil man etwas nicht nachfühlen kann ist nicht okay.

Ich weis auch nicht wie sich Asperger anfühlt. Ich kann es nur hinnehmen was mir Menschen sagen die es haben.

Für mehr Verständnis.

lg
Mia
2
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Wenn wir jetzt anfangen uns gegenseitig nicht mehr zu glauben können wir wohl aufhören miteinander zu reden?

"Ich glaube das nicht" ist eine unglaublich praktische aussage die jede Unterhaltung beendet.

Es ging nie um minderwertig.
Wenn du dich minderwertig fühlst weil du das gefühl hast das du "weniger leidest" als andere Menschen dann ist das dein eigenes persönliches Problem,
ganz alleine in deinem eigenen persönlichen Kopf, an dem niemand schuld ist.

Alleine die Vorstellung das das irgendwie zusammenhängt ist schon ein bisschen balla. Ein "Leidenswettbewerb"? Brauchen wir ein Rating? Im ernst?


lg
Mia
3
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"


Und warum muss ich mich rechtfertigen?

Musst Du das?

Quote
Warum bin ich so doof zu glauben ich müsste das?

Quote

Die Wahl hatte ich auch, nur die Wahl den Kerl weiterzuspielen.... Die hatte ich nicht mehr!


Hat doch niemand in Frage gestellt.


Doch, es hat jemand behauptet das es dort eine Wahl geben würde die es nicht gab.
Die Aussage von Nicola ist "du hattest die Wahl den Kerl weiter zu spielen". Diese Aussage ist nicht nur falsch sondern unterstellt das Nicola besser bescheid weis über unsere Gefühle und Nöte als wir selbst. Zu sagen "Du hast immer eine Wahl" wenn dir jemand sagt "Ich sehe keine Wahl mehr" ist überheblich weil die Person meint es besser zu wissen und verletzend weil sie unterstellt das die person einfach aufgeben würde obwohl sie weiter machen könnte.

Wenn ein Weg nirgendwo hin führt muss man aber die Richtung wechseln. Aussagen wie die von Nicola haben dazu geführt das ich mir Jahrelang selber gesagt habe ich "solle mich nicht so anstellen", obwohl ich in Wirklichkeit längst mein Leben hätte ändern müssen. Für Menschen die dringend ihr Leben ändern sollten ist es Gift so etwas zu sagen, und deswegen rege ich mich auch so auf darüber wenn jemand dermaßen unbedachte Äußerungen von sich gibt. Die guten Ärzte die versucht haben mich wieder gesund zu bekommen haben in der Klinik und in den Jahren Psychotherapie Monate gebraucht diese und ähnliche Sprüche die ich von meiner Verwandtschaft Jahrelang zu hören gekriegt habe aus meinem Kopf zu bekommen, und jetzt lese ich den selben mist in einem Forum in dem Leute sind die es besser wissen sollten. Eigentlich.

Du hast nicht immer eine Wahl. Weil du auch nicht immer die Verantwortung für alles trägst was in deinem Leben passiert. Du bist nicht alleine im Universum, und es gibt dinge die du nicht kontrollieren oder bestimmen kannst. So zu tun als ob du es doch könntest macht dich über kurz oder lang krank. Das ist einfach eine Realität des Lebens.


Liebe Mia,
Welche Wahl?  ???

Du hast immer die Wahl welchen Schritt Du als nächstes gehst oder ob Du Deinen Fuß doch lieber einen Millimeter weiter nach rechts oder links setzen willst.

Es ist Deine Entscheidung ob Du die Wahlfreiheit die Du in Deinem Leben hast aktiv und bewußt nutzt oder ob Du sie ignorierst und Dich damit zum Opfer von Zwängen machst.

Damit möchte ich keinesfalls den Druck, der auch in mir existiert, kleinreden. Aber es ist mein Druck, der ein wesentliches Kriterium meiner Entscheidungen ist. Und was den äußeren Druck anbelangt ist auch das immer meine Entscheidung ob ich ihm nachgebe oder ob ich die Konsepuenzen trage, die es bedeutet wenn ich mich dem äußeren Druck widersetze.

Liebe Grüße
Nicola


Diese Aussage ist einfach falsch, in all ihren Facetten falsch, und für die Psyche höchst gefährlich.

Niemand hat die Wahl eigene Gefühle, Nöte, und Konsequenzen einer Realität zu verleugnen. Niemand hat die Wahl sich selbst zu verleugnen. Diese Wahl existiert nicht.

Das zu versuchen, entgegen allen Gefühlen und Nöten, ist der Kern extrem vieler Psychischer Krankheiten. Ich werde nicht unterstützen wenn jemand dazu aufruft.

lg
Mia
4
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Natürlich nicht. So ein Brückengeländer macht nur die Alternativlosigkeit (die Tatsache nicht mehr frei wählen zu können) wohl mit am deutlichsten.

Wer jetzt auf die Idee kommt damit zu Argumentieren das das subjektiv sei hat das Prinzip nicht verstanden. Das es Subjektiv ist macht es nur noch schlimmer.

lg
Mia

p.s.: ich sollte mir das abspeichern damit ich es die nächsten 10 mal wenn das Thema wieder aufkommt nicht jedes mal von neuem ausformulieren muss...

Hoffe ihr hattet ein besinnliches Weihnachten mit den wichtigsten Menschen in eurem Leben.
5
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Quote
Es ist Deine Entscheidung ob Du die Wahlfreiheit die Du in Deinem Leben hast aktiv und bewußt nutzt oder ob Du sie ignorierst und Dich damit zum Opfer von Zwängen machst.


Spannend. Ich kann nur sagen das ich bis zum letzten Moment aktiv versucht habe die Wahl zu treffen keine transition zu machen.
Es ging nicht. Wenn die Wahlmöglichkeit nicht geht, existiert sie dann überhaupt? Ist das dann noch eine Wahl?

Wenn es einen anderen Weg gegeben hätte dann wäre ich heute nicht Mia.

Wenn du dir das aussuchen kannst, und entscheiden kannst an der stelle ist das natürlich toll für dich! Es ist immer schön eine Wahl zu haben.
Aber ich kann mir auch nicht aussuchen ob ich atmen möchte oder nicht, oder aussuchen ob ich regelmäßig was trinken muss. Es gibt Grundbedürfnisse die entweder erfüllt werden, oder man verreckt daran. Beim Atmen geht das sehr schnell, beim Trinken geht es auch noch schnell, beim Essen kann es schon lange dauern, bei fehlendem sozialen Kontakt mitunter viele Jahre. Ich musste feststellen das meine Identität zu diesen Grundbedürfnissen gehört. Es ging sehr sehr lange. Aber nicht für immer. Ich habs versucht so lange es ging, und am ende wurde mir die Entscheidung aus der Hand genommen, weil die Konsequenz stück für stück einem wortwörtlichen, sehr realen Selbstmord gleich kam. Ich wollte nicht mehr leben, und ich wusste woran es lag. Und da war meine Wahl dann futsch.

Es ist aber immer wieder sehr amüsant wenn einem dann jemand erzählt:"Wieso du hattest do ne Wahl" Auf Deutsch: "hättest doch von der Brücke springen können!"
Tolle Wahl :D Wenn das für dich noch freie Wahl ist dann gibt es wirklich kaum zwänge auf der Welt, keine Sklaverei, nicht mal Hunger. Die haben alle die Wahl sich ein Ende zu setzen! Das ist kein zwang, das ist total freie Entscheidung.

Deine Argumentation hinkt, und sie hinkt heftig Nicola. Selbst bei "harmloseren" negativen Konsequenzen wird im allgemeinen davon geredet das es Regeln gibt, mindestens aber von Druck. Wo Druck ist ist die Wahl nicht mehr frei, sondern beeinträchtigt. Und wenn der Druck groß genug wird das die Konsequenzen lebensbedrohlich sind kann man wohl kaum noch davon reden das es eine freie Wahl gibt. Das mit dem einfachen setzen von Schritten beim gehen zu vergleichen ist frei von jedem Sinn für Realität, jedem Verständnis für Psyche.

Du kannst dir das gerne einreden das es da eine Wahl gibt, wenn es dir dadurch besser geht.

Quote
Damit möchte ich keinesfalls den Druck, der auch in mir existiert, kleinreden.

Warum tust du es dann? Ich glaube dir kein Wort. Natürlich willst du es klein reden. Du musst es sogar klein reden, weil deine ganze Argumentation sonst zusammenbricht.
Das was du sagst stimmt nur dann, wenn du den Druck kleiner redest, zu etwas was sich ertragen lässt. Wenn der Druck sich nicht mehr ertragen lässt verschwindet die Möglichkeit sich aus zu suchen ob man ihm stand hält, weil man ihm nicht mehr standhalten kann. Genau wie Hunger, oder Durst, oder Atmen.

Natürlich redest du es klein.
Für dich muss es eine Wahlfreiheit geben. Wenn der Druck zu groß ist gibt es aber keine.

Wenn du anderen sagst sie hätten eine Wahlfreiheit dann musst du den Druck klein reden,
weil sonst ergibt das was du sagst keinen Sinn.

Du redest es klein sobald du davon sprichst das es eine Wahl gibt. Und genau wie ein verhungernder der gesagt bekommt das es doch gar nicht so schlimm ist, und er doch eigentlich nichts essen muss, wenn er sich denn trauen würde aktiv die Entscheidung zu treffen einfach nichts mehr zu essen, schau ich dich mit großen Augen an und denk mir meinen Teil. :)

lg
Mia
7
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"


Liebe Mia,


… Nur wollte ich dir aufzeigen das es diese emotionale erpressung gibt, und wohin es führen kann wenn du deinen Verwandten ein Recht einräumst sich verraten zu fühlen davon, das du einfach nur du selbst sein möchtest. Ich bin sehr lange damit genötigt worden …

Solche Erpressungsversuche gibt es, auch in meinem Leben, mehr als genug. Aber wenn ich sie durchschaue, dann muss ich mich nicht darauf einlassen. Meine Frau weiss um diese Erpressungsversuche. Sie gesteht sie mir gegenüber auch ein und sie kann sich dafür auch entschuldigen. Sie möchte nicht dass ich mich darauf einlasse. Aber wenn sie von ihren Ängsten gepackt wird, dann kann sie einfach manchmal nicht anders. Die Macht irrationaler Gefühle sollte doch gerade uns sehr vertraut sein. Mit Hass und Kampf darauf zu reagieren ist zwar ebenso verständlich, führt nach meiner Erfahrung aber nur sehr selten zu einer Besserung sondern meist eher zum Bruch.


Ich habe den Weg gewählt der von diesem Hass weg führt.

Wenn Dir das endlich gelungen ist, dann freut mich das ehrlich sehr für Dich. (Auch wenn das „Arschloch“ (zumindest in meinen Ohren) noch in eine andere Richtung deutet – aber nobody is perfect und muss es auch nicht sein. )



Vom Verständnis deiner Frau und Entschuldigungen dafür höre ich zum ersten mal. Das allein sagt eigentlich auch alles. Es ist eine verständliche Reaktion, aber eine die unfair ist der betreffenden gegenüber, und für die man sich entschuldigen kann.

In dem Szenario seh ich auch nirgendwo ein Arschloch.

lg
Mia
8
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Ich zieh mich mal raus, kann hier gerade nicht wirklich mitreden weil ich keinen Partner habe und noch keine GaOP,
und bei mir im Leben auch keine Leute mehr sind die mir sagen wollen wie ich zu leben habe. :)

Aber achtet aufeinander, und auf euch selbst. Achtet darauf was gut tut, was schadet.

Es ist Weihnachten, die Zeit in der psychatrische Krankenhäuse kaum noch wissen wohin mit all den neuen Patienten.

Und ich hab einen Umzug zu planen und einen Hamburg trip auf den ich mich mega freue,
und eine Weihnachtsfeier mit guten Freunden die ich wirklich lieb habe.

lg
Mia
9
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Ich hab niemanden mehr in meinem Leben der mich so sehr quält das ich ihn oder sie hassen würde.

Nur wollte ich dir aufzeigen das es diese emotionale erpressung gibt, und wohin es führen kann wenn du deinen Verwandten ein Recht einräumst sich verraten zu fühlen davon, das du einfach nur du selbst sein möchtest. Ich bin sehr lange damit genötigt worden unglücklich zu leben obwohl es keinen Grund dafür gab, außer das diese Personen es besser fanden.

Dein Weg würde in so einem Fall direkt in den Hass führen, gegen die Menschen mit ihrem zwang durch liebesentzug, gegen die Umstände, schliesslich wahrscheinlich auch gegen sich selbst.

Ich habe den Weg gewählt der von diesem Hass weg führt.

Perspektive.

lg
Mia
10
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Quote
Jeder hat das Recht mir zu sagen, wenn er sich von mir verraten oder verletzt fühlt und ich hoffe sehr, dass sich möglichst viele Menschen trauen ehrlich mit mir umzugehen und dass ich dann mit dem Herzen zuhören kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mich deshalb seinem Willen und seinen Wünschen unterordnen müsste. Es ist ein großer Irrtum, dass sich das eine zwangsläufig aus dem anderen ergeben müsste. Dieser Irrglaube ist nach meinem Empfinden eine häufige Ursache für fehlende Empathie. Nein, ich muss meine eigenen Gefühle nicht verraten, nur weil ich die Gefühle anderer Menschen verstehe. Meine eigene Würde wird nicht kleiner, wenn ich die Würde anderer Menschen respektiere sondern größer. Deshalb tue ich mir selber etwas damit an, wenn ich andere Menschen als „Arschlöcher“ bezeichne.


Gut, dann mach ich es einfach: Wenn du dich von deiner Frau und deinen Kindern zwingen lässt anders zu sein als du sein möchtest, dann mach das.

Ich finde solches Verhalten, andere dem eigenen Willen an zu passen, abstoßend und verwerflich. Und das ändert sich auch nicht dadurch das ich die niederen Beweggründe dahinter verstehe.

Ich verstehe auch jemanden der Menschen ausraubt um sich was zu essen zu kaufen. Es ist trotzdem falsch. Das verstehen ändert es nicht.

LG
Mia
11
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Ja, kann ich mir vorstellen. Das ist der Sinn dahinter. Das es weh tut.
Das Zeigt diesen Leuten nämlich das da anscheinend jemand verletzt ist,
das merken die ja anscheinend nicht, denn sie sind zu sehr damit beschäftigt
sich verraten zu fühlen um darüber nach zu denken was sie damit für eine Aussage machen.

Ich hab solche Menschen in der Familie gehabt, die bis heute nicht verstehen warum ich nicht
aus Rücksicht auf ihre Gefühle einfach unglücklich weiter leben kann. Und ich hasse diese Menschen.

Wenn deine Frau und deine Kinder sich unglücklicherweise dazu zählen, oder du sie dazu zählst, dann tut mir das ehrlich leid, für dich.
Aber es ändert nichts daran das ich diese 100% egoistische Rücksichtslosigkeit aufs schärfste verurteile.

Ich hoffe das war verständlich.

Und ich gehe damit nicht sehr Großzügig um, ich betitel so ausschließlich solche Menschen, denen Mitgefühl und Toleranz offensichtlich Fremdwörter sind,
und die darauf herumtrampeln wie es ihnen gerade passt. Ich finde die Bezeichnung Arschloch an der Stelle durchaus sehr passend.

Ich bin auch ein Arschloch manchmal, besonders wenn ich mich verletzt fühle. Und es ist auch okay mich dann so zu nennen.

Ich hab ein Recht auf meine Persönlichkeit, ich hab ein Recht auf die Unverletzlichkeit meiner Würde,
und niemand hat das recht mir zu sagen das ich irgendjemanden "verrate" wenn ich so bin wie ich bin,
und damit direkt zu verlangen das ich mich bitteschön gefälligst verstellen soll. Dieses Recht gibt es nicht.
Auch nicht bei Kindern und Ehefrauen, nicht bei Eltern, nicht bei Geschwistern, Tanten, Onkels oder Großeltern,
und auch nicht bei Arbeitgebern oder sonst irgendjemandem.

Meine Würde und Persönlichkeit ist mehr wert als der Wunsch dieser Menschen in ihrem Weltbild nicht gestört zu werden.
Sie würden das überleben, ich nicht.

lg
Mia
12
Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Ich kann die Leute die mir vorwürfe machen weil sie sich "verraten fühlen" auch verstehen. Ich kann auch egoistische Arschlöcher verstehen. Trotzdem nenne ich sie egoistisches Arschloch.

Nur weil ich etwas verstehe bedeutet das nicht das ich es berücksichtigen, unterstützen oder für richtig erklären muss.

Und es gibt keinen Grund für mich mich zurück zu ziehen. Ich hab wunderbare Freunde die sich in keiner Weise verraten fühlen, weil sie nämlich verstehen das ich nie Glücklich war so wie sie mich kannten, und weil sie meine Freunde sind wollen sie das ich nicht unglücklich bin.

Wenn Menschen sich verraten fühlen nur weil ich versuche nicht unglücklich zu sein, dann sind das Arschlöcher, und die braucht keine Sau.
Auch wenn es Ehefrau, Ehemann oder Kinder sind. Kinder wissen es vielleicht nicht besser, aber sie können es lernen.
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Trannies & Medien / Re: Hübsches Beispiel für "nichts kapiert"
Quote

Aller gesellschaftlicher Anerkennung zu Trotz ist Homo- genauso wie Transsexualität vor allem dann nach wie vor mit massiver gesellschaftlicher Ächtung belegt, wenn sie sichtbar die Grenzen zwischen den Geschlechtern verletzt. (Auch das beschreibt Andrea Roedig sehr treffend.) Deshalb wird der Übergang von einer gegen diese Norm des strikt bipolaren Geschlechtermodells verstoßende Butch zu einem in der Masse der Männer untergehenden Transmann zu einem Akt der Unterordung unter diese Norm. Und damit zu einem Verrrat an einer Gemeinshaft von Menschen, die diese Norm überwinden wollen.


Also wenn ich mich so entwickel wie ich gerne leben möchte, und mich nicht dem Wunsch nach mehr Butches aus der Lesbischen Szene in der ich mich lange wohlgefühlt habe unterordne sondern meinem eigenen Wunsch, dann hab ich die Lesbische Szene "verraten"?

Läuft! Dann hab ich ja eh verraten, ich kann mir nur aussuchen wen. Mich selber oder die Szene die mich dann nicht mehr akzeptiert. So ist das halt wenn Mann keine Frau ist, und dann nicht mehr erwünscht. Wenn ein Transmann den Umweg geht in der Transition als Butch auf zu treten dann ist das total verständlich, ändert aber null daran das die Person annscheinend noch nicht angekommen ist wenn sie sich daraus weiter entwickelt.

Ich würd gern mal wissen wo da der "Verrat" ist. Das ist doch lächerlich. Wenn sich jemand verraten fühlt von jemanden der einfach so lebt wie er sein möchte, dann hat die Person die sich verraten fühlt einen im besten Fall einen Denkfehler, im schlimmsten Fall einen Dachschaden, aber auf jeden fall ist sie Rücksichtslos, nicht einfühlsam, egoistisch und vor allem: ALLEINE mit ihrem Problem.

Das Problem sind nicht die Menschen die sich weiter entwickeln, sondern die Menschen die sich daran stören das andere nicht ihrem Bild entsprechen. Und das schließt Intoleranten Feminismus mit ein. Wer sich daran stört das andere so leben wie sie sich fühlen hat den knall nicht gehört. Wenn das deiner Politischen Bewegung schadet ist das das Problem deiner politischen Bewegung die anscheinend gerne eine Realität haben würde die Menschen zwingt darauf zu verzichten so zu leben wie sie leben wollen. Sich davon verraten zu fühlen ist wie ein dreijähriges Kind das mit dem Fuss stampft und sich verraten fühlt weil es Regnet. Niemand ist schuld daran wenn Wunschvorstellungen nicht erfüllt werden. Weder die der katholischen Kirche noch die der lesbischen Szene die gerne ihre Butches behalten würde, ohne Rücksicht darauf ob die Butch sich überhaupt richtig fühlt dabei. Kindergarten.

Das wäre das gleiche als wenn mich schwule Freunde zwingen wollten als schwuler Mann zu leben, weil sonst die femininen Schwulen aussterben. Das würde mich todunglücklich machen ohne das ich was böses getan habe. Die Forderung alleine beweist schon das überhaupt kein Verständnis und null Einfühlungsvermögen da ist.

lg
Mia
14
Tranny & Spaß dabei / Re: Überkompensation?
Wenn du dich wohlfühlst und es dir gut geht, du neugierig bleibst auf andere Menschen, dann dauert es nicht lange mit neuen Freunden.
*offtopic*

Überkompensation fällt meistens eh auf, und schreckt viele Menschen ab. Mich zum Beispiel.

lg
Mia
15
Tranny & Spaß dabei / Re: Überkompensation?
Ich hab da eine Bildantwort zu dem Thema.

Aber erst möchte ich noch mal sagen was ich meinte, als ich gefragt habe ob es überhaupt etwas bringt sich über die Hintergründe zu unterhalten.

Ich meine natürlich nicht das es nicht wichtig ist die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, sondern das es nicht wichtig ist wo diese Bedürfnisse her kommen, sondern blos das sie echt sind und das sie da sind.

So lange ich bewusst damit umgehe und sie ausgleiche, sehe ich kein Problem? Ich kompensiere viele Dinge die mir fehlen. Das ist nicht schlimm. Ich muss eigentlich auch gar nicht genau wissen wieso ich das mache, nur das es mir damit besser geht ist für mich sehr wichtig.

Oder sehe ich das falsch?





Meine Überkompensation sieht ungefähr so aus:

http://s18.postimg.org/7zf50trjd/Ah_AKD1_WUj_PSHYJv_Z45u_BBpv_QKxxeeci_p_Nna_B218j_FM1.jpg

lg
Mia