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Topic: Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst... (Read 3029 times) previous topic - next topic

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Mdme. MS,

hat es eigentlich schon mal jemand geschafft, den Graben zwischen Verstand und Gefühl zu überbrücken, oder blieb es beim jin und jang, welche eine Einheit bilden, sich umschlingen, jedoch scharf von einander abgrenzen?

ps. Nicht das es vorher spaßig gemeint war, aber hier hätte ich schon gern bitte eine ernste Antwort.
pps. Alternativ wird auch immer wieder gerne eine Liste derer genommen, welche daran gescheitert sind.

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #1
hat es eigentlich schon mal jemand geschafft, den Graben zwischen Verstand und Gefühl zu überbrücken, oder blieb es beim jin und jang, welche eine Einheit bilden, sich umschlingen, jedoch scharf von einander abgrenzen?


Frag' doch 'mal in Deinem Nachtgebet scharf nach... Wenigstens der dortselbst Angesprochene sollte ein solcher Jemand sein...

M:E.

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #2

... Wenigstens der dortselbst Angesprochene sollte ein solcher Jemand sein...

M:E.


Vorsicht meine Beste.
Die Verwendung von "der" dürfte doch schwere Verwerfungen aufwerfen. Wenn wir aufgepasst haben, dann wissen wir, das "Es" Mann und Frau nach seinem Bilde schuf, ergo sowohl das Männliche als auch das Weibliche in sich vereingen musste.

lg

ps. muss ich Dich jetzt mit "göttliche" anreden, um eine Antwort zu bekommen?

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #3

Wenn wir aufgepasst haben, dann wissen wir, das "Es" Mann und Frau nach seinem Bilde schuf, ergo sowohl das Männliche als auch das Weibliche in sich vereingen musste.


ich habs geahnt.... sogar Gott is ne Transe

was dazu wohl sein Stellvertreter auf Erden sagt?  ::)

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #4
..., ergo sowohl das Männliche als auch das Weibliche in sich vereingen musste.


Nein...

Dem 1. Mose 1, 27 folgend schuf er sie als Mann und Weibe, zugleich zum Bildnis Gottes... Folglich haben Mann und Frau was göttliches in oder an sich, umgekehrt wird da nichts zu gesagt...

M:E.

P.S.: Falls das noch 'ne Diskussion würde, könnt' man sie glatt abtrennen... EDIT: Getan...

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #5
sehr gut - das is ein Thema mit Potential


Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #6

@ Mods: Vielleicht ist es sinnvoll einige Beiträge hier abzuschneiden.


Nö... Die Themenstarterin hat ihrem eigenen Thema 'ne ganz eigene Wende gegeben... Warum sollte man das abschneiden..? Hätte sie ein neues Thema gewollt, sie hätte es wohl eröffnet...

M:E.


wie war des mit den "Nö"?

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #7
Mdme. MS,

wenn wir den historischen Hintergrund der Entstehung der Heiligen Schrift betrachten wird schnell klar, das sie schon immer "ideologisch" gefärbt ist.

Wenn wir etwas tiefer gehen, an die Wurzeln, dann hätte ich das zu bieten:

<a href="http://www.st-ursula-schule.de/pmwiki/uploads/Materialien/Schpfung_2_Sachinfo.pdf">"In der mythologischen Ausdrucksweise des ersten Schöpfungsberichtes heißt es: »Und Gott
schuf den Menschen (adam) nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, männlich
(zecar, d.h.männlichen Geschlechts, als Männchen) und weiblich (nikba, weiblichen
Geschlechts, als Weibchen) schuf er sie“ 1.Mose 1,27).
Damit ist die ursprünglich untrennbare Zusammengehörigkeit von Mann und Frau
ausgesprochen: Sie sind unterschieden, doch untrennbar aufeinander bezogen. Nur in ihrer
Bisexualität sind sie im Bild, ja Ebenbild Gottes. In der jüdischen Literatur wird vom
„egalitären Grundzug (Grundzug der Gleichwertigkeit) der biblichen Sicht von Mann und
Frau gesprochen. Am Anfang steht die Ur-Einheit: Männliche und weibliche Züge sind im
Menschen adam untrennbar verbunden. Erst von dieser voraus-gesetzten Ureinheit her kann
von einer möglichen und auch notwendigen Differenzierung gesprochen werden.
In 1.Mose 5,1-2 wird das ausdrücklich noch einmal genannt und verstärkt. „Gott schuf Mann
und Frau und nannte sie Mensch.“ Rabbi Shimon Bar Jochai (...) kommentiert: „Denn sogar
der Name Mensch wurde nur dem Männlichen und Weiblichen zusammen gegeben.“ - Im
zweiten Schöpfungsbericht wird diese Sicht der Dinge zunächst ausdrücklich aufgegriffen,
wenn es heißt: »Da bildete Gott den Menschen (adam) aus der Erde/dem Ackerboden
(adamah) und hauchte ihm Lebensodem ein. So war der Mensch (adam) ein lebendiges
Wesen. Hier wird noch nicht von der Differenzierung in „Mann“ und „ Frau“ gesprochen. Die
Erdverwurzeltheit des Menschen soll betont werden. Jüdische Kommentatoren – vor allem
die, der jüdischen Mystik nahe stehen – gehen davon aus, dass hier der Mensch noch
androgyn, also zweigeschlechtlich gedacht ist. Männliche und weibliche Anteile sind noch
untrennbar miteinander verbunden. Das ist eine Vorstellung, die dem griechischen und
ägyptischen Kulturkreis nicht fremd ist.[/url]

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #8
Dem 1. Mose 1, 27 folgend schuf er sie als Mann und Weibe, zugleich zum Bildnis Gottes... Folglich haben Mann und Frau was göttliches in oder an sich, umgekehrt wird da nichts zu gesagt...

M:E.


Hmm, ist aber dorten unklar. Klarer wird es in Moses 2,7 "Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele."
und Moses 2.21+22 "Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloß die Stätte zu mit Fleisch. 22Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm."

Ich für meinen Teil rekapituliere: Viele von uns würden gern lieber Rippchen als Organspender sein.  ::)


Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #9


Rabbi Shimon Bar Jochai (...) kommentiert: „Denn sogar der Name Mensch wurde nur dem Männlichen und Weiblichen zusammen gegeben.“



Ach! Was der alte Simon alles gesagt hat, wenn der Tag lang war....*abwink*  :P ;D

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #10
wenn wir den historischen Hintergrund der Entstehung der Heiligen Schrift betrachten wird schnell klar, das sie schon immer "ideologisch" gefärbt ist.


Wird es das..?

Nebenbei: Wozu braucht 'n Gott 'n Geschlecht (oder zwei)..? Er hat den Menschen wie das meiste Getier in zwei Ausführungen gelehmklumpt, damit er nicht andauernd neue Exemplare kneten muß; selbst aber wird er ja nun nicht onanieren oder sich gar reproduzieren müssen...

M:E.

Und (ät) Roxy: Die Unterscheidung Mensch - Frau Deiner Bibelübersetzung ist reizend...  ;D


Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #12

Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloß die Stätte zu mit Fleisch. 22Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm."
Ich für meinen Teil rekapituliere: Viele von uns würden gern lieber Rippchen als Organspender sein.  ::)


Warum wusste ich nur vorher, dass es heute noch Rippchen gibt?  :o

Erst durch das bekannte mythologische Bild der Bildung der Frau aus der „Rippe“ des
Mannes erfolgt die Trennung, die weithin auch als wertende Trennung verstanden wird (Mann
ursprünglich, Frau sekundär). Die Aussagen der Bibel sind genau an dieser Nahtstelle sehr
schillernd, wo aus der Ur-Einheit des adam die Trennung in Mann (isch) und Frau (ischah,
also Männin) erfolgt.
Zunächst fällt auf, daß der hebräische Ausdruck zela nur an dieser Stelle der Hebräischen
Bibel mit Rippe (...) übersetzt wird. In allen anderen Stellen der Hebräischen Bibel wird zela
mit Seite wiedergegeben. Dies wird in der rabbinischen Tradition (vor allem in der jüdischen
Mystik) so verstanden, daß diese zela als Seite die Rück-Seite bzw. Kehr-Seite des Ur-
Menschen adam sei. Man habe sich also - alles in der Bilderwelt der Mythologie - den Ur-
Menschen so vorzustellen, daß er tatsächlich androgyn gewesen sei, mit der einen Seite/Hälfte
männlich (zecar), mit der anderen Hälfte weiblich (nikba). Von Angesicht zu Angesicht
konnten sie sich aber nicht sehen, da jeder immer nur die Kehr-Seite des anderen war.
Sozusagen Rücken an Rücken miteinander verbunden, hingen sie wie „siamesische
Zwillinge“ ungetrennt aneinander. Jeder hat den anderen/die andere in der Sprache der
Jungschen Psychologie als Schatten seiner selbst im Rücken.



Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #13
Hmm, nach dieser Auslegung, war also Gottes Ebenbild eine Art Janusköpfiges Wesen. Und als Gott meinte, der arme Kerl (das arme Ding) soll nicht mehr allein sein, schnitt er das Dingens in der Mitte durch. Aus AB wurden A und B und konnten miteinander Äppel klauen gehen?

Re: Gott und die Welt aus Heute wird's ernst...

Reply #14

Hmm, nach dieser Auslegung, war also Gottes Ebenbild eine Art Janusköpfiges Wesen. Und als Gott meinte, der arme Kerl (das arme Ding) soll nicht mehr allein sein, schnitt er das Dingens in der Mitte durch. Aus AB wurden A und B und konnten miteinander Äppel klauen gehen?


Wenn ich es richtig verstehe, ja.

Und genaugenommen hat nur sie geklaut, er hat nur vom Diebesgut genascht.
Was das bedeutet, sehen Sie in der nächsten Folge.

lg Avi