Skip to main content
Topic: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los (Read 1008 times) previous topic - next topic

Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Hey,
Ich bin die Lea (Bürgerlich eigentlich Niklas, möchte aber als Lea leben) bei mir hat es schon sehr früh angefangen, dass ich bemerckt habe etwas stimmt nicht.
Schon im Grundschulalter war ich teils neidisch auf die langen haare etc der Mädchen und das zog sich immer weiter. Während später die Mädchen aus meinem Umkreis in die Pubertät kamen sowie ich wollte ich genau das haben was sie haben und nicht das was bei mir passiert.
Ich fing an heimlich Klamotten zu tragen etc.
Mir fehlt viel Selbsvertrauen und deswegen traue ich mich nicht zu outen. Irgendwann habe ich gemerckt, dass dieser Druck immer etwas abflacht für kurze Zeit wonach ich Ejakuliert habe weshbal ich es fortan öfter gemacht habe um kurze Momente der Ruhe zu haben.
Auch das hilft nicht mehr viel mittlerweile und ich halte den Druck kaum noch aus und war Heute verkleidet als Frau also Handtsche enge Jeens BH mit Watte damit es nach was aussieht Perrücke schmimke und auch natürlich Mundschutz einkaufen. Man konnte nicht erkennen das ich nicht Nikllas bin sondern Lea wie ich eben mein wahres ich nenne .
Es hat sich sehr gut angefüllt und auch richtig nur ein wenig Angst jemand könnte mich erkennen anhand meiner Körpersprache.
Ich weiß aber nicht ob eine Behandlung mit Hormonen etc das wahre für mich ist, da ich eben nach einer ejakulation immer etwas weinger druck habe und auch manchmal für ein paar Stunden gar nicht.
Ich kann nicht sagen ob es ein Fetisch ist oder nicht und bitte um Hilfe.

Vielen Dank im Vorraus und bleibt Gesund
Gruß Lea

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #1
Hallo,

erstmal herzlich willkommen hier.

Naja, zwischen Fetisch und TS gibt es schon noch diverse Grautöne... Und die sexuelle Erleichterung ist nicht zwingend ein Zeichen für einen Fetisch.

Wo stehst Du heute? Du möchtest als Frau leben? Ja dann mach das doch einfach und freue Dich, wenn es Dir dabei gut geht. Das Wohlbefinden im Hier und Jetzt ist doch am wichtigsten. Alles weitere ergibt sich, wenn die Zeit reif ist.

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #2
Liebe Lea,

herzlich willkommen hier im Forum! :)
Wie du sicherlich schon in vielen anderen Beiträgen vor dem Anmelden gelesen hast ... du bist nicht alleine!  :))

Was du da erlebst, könnten viele von uns ähnlich schreiben. Bei mir zum Beispiel ging das Unterdrücken durchaus mehrere Jahrzehnte lang, obwohl ich mit 12 schon kein Mann werden wollte. War halt so, Shit happens.

Ob du wirklich medizinische Maßnahmen ergreifen musst, wird die Zukunft zeigen. "Der Weg" ist in erster Linie individuell und persönlich, entsprechend gibt es viele verschiedene denkbare Ziele. Es ist völlig OK, wenn du nur zeitweise als Frau rausgehen willst. Das machen viele so. Jetzt mit Corona ist leider eine blöde Zeit, das Leben draußen in der Menge zu genießen. Wenn dann demnächst mehr öffnet, lohnt es sich die Scheu zu überwinden und (im Rahmen des Erlaubten und Sinnvollen) als Frau unter die Leute zu kommen. Es ist nichts Böses, wofür du dich schämen müsstest. Und wenn du anfangs den eigenen Bekanntenkreis noch nicht einweihen willst, gehst du halt erst mal in eine andere Stadt...

Liebe Grüße,
Michi


Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #3
Michi beipflichte. So oder ähnlich ist es vielen von uns ergangen. Ich wollte anfangs auch nur einfach als Frau leben, ohne sonstigen medizinischen Maßnahmen. Das hat sich dann im Laufe der Jahre geändert.

Genau für Fälle wie dich, gibt es den Alltagstest. Da lebst du als Frau und probierst aus, ob sich das gut anfühlt. Danach siehst du weiter. Es empfiehlt sich allerdings eine psychologische Begleitung.

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #4
Hallo Lea,

auch von mir ein herzliches Willkommen. 🙋‍♀️

Naja, mit dem Outing hast du ja hier gerade angefangen. Also alles halb so wild. Du bist nicht allein.

Ärzte habe Schweigepflicht. Denen kannst du dich anvertrauen und sie können dir auch weiter helfen, z.B. Adressen von Psychologen raus suchen die dir bei deiner Suche nach deinem ich helfen.
Aber eins ist ganz wichtig was du verstehen musst: Keiner kann dir sagen, wer oder was du bist. Nur DU kannst dir diese Frage beantworten, denn nur du steckst in deinem Körper.

Und Hormone sind bei dir noch so weit weg wie der Mond von der Erde. Kein Arzt wird dir einfach so Hormone in die Hand drücken. Da muss schon einiges vorher passieren an psychologischen Gesprächen, Alltagstest (ich weiß Beate, du magst das Wort nicht) und mindestens eine Blutuntersuchung.
Also mach dir erstmal über Hormone keine Gedanken.  😀

Liebe Grüße
Bettina

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #5
Heii,

danke für die bereits vielen Antworten.
Vorhin habe ich es bei meinem Hausarzt angesprochen welcher mir eine Adresse bzw Nummer rausgesucht hat.
Leider kann ich dort erst Morgen anrufen und naja wird alles dauern wegen Corona.
Ich werde aber jetzt erstmal nurnoch als Lea rausgehen und mein Leben so leben wie ich es für richtig halte.
Wenn es wieder öffnet als Lea ins Kino oder so und mal gucken wie es sich auf Dauer anfühlt

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #6
Du kannst dir ja auch mal verschiedene Seite ansehen wie z.B. Hormonmädchen (schon etwas älter), Ellens Blog oder die Geschichte von Mila.

Einfach mal rein lesen. 😊

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #7
Hallo Lea,

ich habe es ja bereits in einem anderen Thread geschrieben.
Ich würde die bekannten Begriffe ("Fetisch", "Transvestit" usw.) beiseitelegen und nicht krampfhaft versuchen, mich irgendwo einzuordnen. Sondern raten (wie du es ja auch vorhast), dich so auszuleben, wie du es dir vorstellst. Ein Gespür dafür bekommen, ob du das bist, ob du für immer so leben willst oder es sich um einen kurzzeitigen Wunsch handelt.
Leider werden (auch in der "Szene" oder bei manchen Therapeuten) immer noch Sexualität und Transidentität vermengt. Ich hatte das Glück, eine ziemlich fortschrittliche Therapeutin zu finden, die mir klar machte, daß beides nebeneinander existiert. Es ist Quatsch, von einer Sexualpraktik auf das Geschlecht zu schließen! Es gibt keine "männliche"/"weibliche" Sexualpraktik! Und man kann von dieser auch nicht darauf schließen, inwieweit du dich mit deinem männlichen/weiblichen Körper identifizierst.
Evtl. wäre es auch hilfreich, mal mit einem (transerfahrenen) Psychologen zu reden. Es muß ja nicht gleich eine Transition angestrebt werden; die Gespräche können ja auch dazu dienen, klarer zu sehen.

Grüße
Jana

 

Re: Wie es mir geht und die Frage was ist mit mir los

Reply #8
Letzteres halte ich für zweischneidig, weil die (oder gerade die?) nicht immer neutral sind und in Richtung Transsexualität oder sexuell pervers denken könnten. Und wenn man mit nicht-transerfahrenen Psychologen redet, merkt man, dass für die das Thema gerne mal noch herausfordernder ist, als für "gewöhnliche Leute" (versuch mal, als transsexueller Mensch eine Psychotherapie wegen was anderem, z.B. Burnout, zu bekommen).